Duisburg: Eine Party wird zum Schreckensort

Tausende von Kerzen wurden in den letzten Tagen „im Tunnel“ am alten Duisburger Güterbahnhof angezündet, umgeben von Bildern, Plakaten und Blumen. Sie alle beklagen den Tod von bisher 21 jungen Menschen – zertrampelt, während auf der Loveparade am 24.7.10 die Panik ausbrach.

„Jeder hat nur auf sich geachtet“, sagen einige, „sein Leben auf Kosten von anderen gerettet.“ Doch diesen 21 ist es nicht gelungen.

Im ökumenischen Trauergottesdienst (bei dem allerdings kein einziger Vertreter der Freikirchen zu Wort kam) gab es dann auch versöhnliche Töne: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft dankte den vielen Helfern für das, was sie geleistet haben. Auch habe es viele Festivalteilnehmer gegeben, die anderen zu helfen versuchten.

Am Samstagnachmittag, dem 31.7.2010, genau eine Woche nach der „Todesparty“, kamen um 15 Uhr Menschen aus nah und fern zu einem Trauermarsch zusammen. Um 17 Uhr trafen sich Christen aus der Region, um am Ort des Geschehens zu beten und mit trauernden, Sinn suchenden Menschen zu reden und dazu beizutragen, dass die Worte von Präses Schneider – am Vormittag in der Duisburger Salvator-Kirche gesprochen – nicht nur in der Ewigkeit, sondern auch jetzt schon Wirklichkeit werden: dass der Totentanz zu einem Fest des Lebens wird.
H. Umfahrer / G. Bially
Ausführlicher zu den Ereignissen um die Duisburger Loveparade und danach in unserem „Text der Woche“

 

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